Unesco

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Place Stanislas, Place d’Alliance, Place de la Carrière: die drei Plätze bilden ein einzigartiges Ensemble von Meisterwerken der Baukunst, das zum Weltkulturerbe gehört.

Art nouveau

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Die künstlerische Bewegung des Art nouveau florierte ab Ende des 19. Jahrhunderts in Nancy und unter verschiedenen Bezeichnungen, wie z. B. Jugendstil, in ganz Europa.

Nachtleben

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Sie möchten abends ausgehen? In Nancy gibt es Möglichkeiten für jeden Geschmack, nicht nur für Studenten! Bars, Restaurants, Theater, Konzerte, Bowling usw.

Stadt mit Charme

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Lassen Sie sich in Nancy von den vielen unterschiedlichen Stadtvierteln mit ihrer ganz eigenen Atmosphäre überraschen.

Im Grünen

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Entdecken Sie eine von Wäldern umgebene Stadt mit erstaunlich viel Grün und Blumen und einer großen botanischen Tradition.

Gastronomie

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Lust auf Lothringer Küche? Entdecken Sie die Restaurants der Stadtregion, einheimische Produkte und Rezepte! Wie wäre es mit einem Marktbesuch oder einem Kochkurs?

Einkaufen

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Gehen Sie gerne shoppen? Lassen Sie sich von den Geschäften der Stadt verführen. Lebensmittel, Deko-Objekte, Souvenirs oder Mode – Sie finden dort alles, was Sie suchen.

Kongresse

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Für die Ausrichtung von Kongressen bietet Nancy viele Vorteile, unter anderem die Nähe des Kongresszentrums zum Bahnhof und zum Stadtzentrum.

Renaissance und 17. Jahrhundert

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Renaissance und 17. Jahrhundert

façade palais ducal Nancy

In Lothringen beginnt die Renaissance im Jahre 1477.

Herzog Rene II., Sieger der Schlacht von Nancy, wünscht die Spuren des Krieges zu beseitigen und seiner Stadt neue Entwicklungs- und Ausstrahlungsperspektiven zu verschaffen.

Das städtebauliche Vorhaben von Rene II. stellt sich der Herausforderung: Geplant ist die Neuentwicklung der Stadt durch Modernisierung der Befestigungen und auch des herzoglichen Schlosses, das im Jahre 1502 zum Herzogspalast umgebaut wird, gekoppelt mit der Schaffung von Freihandelszonen zur Ansiedelung von Händlern und Gewerbetreibenden. Dank dieses Maßnahmenpakets erlebt Nancy von 1477 bis 1550 einen starken Bevölkerungszuwachs. Die Unterbringungskapazitäten der mittelalterlichen Stadt (der derzeitigen Alten Stadt "Ville Vieille") stoßen an ihre Grenzen. Die Bevölkerung beginnt, sich außerhalb der Stadtmauern anzusiedeln, vornehmlich im Süden, im Vorort Faubourg Saint-Nicolas und im Norden, in einem Dorf mit Namen Saint-Dizier (dem derzeitigen Vorort "Faubourg des 3 Maisons").

im Jahre 1552 lanciert Christine von Dänemark, Regentin und Mutter von Charles III., den Bau des zukünftigen Platzes Place de la Carrière. Aus Platzmangel wurde dieser Parade- und Kirmes-Platz östlich außerhalb der mittelalterlichen Stadt angelegt. Rasch jedoch stellt sich die Frage nach der Befestigung dieses Platzes. Die Regentin ruft italienische Ingenieure zur Hilfe, die eine neuartige militärische Bewehrung empfehlen, genannt die Bastionsfront. Der Rat ist denkbar einfach. Die gesamte Befestigung von Nancy muss um den neuen Platz herum neu gebaut werden. Die von den Machthabern ratifizierte Empfehlung markiert den Auftakt eines Bauprojekts, das den Anblick der Stadt radikal verändern wird.

Die Arbeiten beginnen mit der Errichtung dreier Bastionen (fünfeckiger Bauwerke), nämlich der Bastion von Vaudémont (derzeitiger Parkplatz Stanislas), von Haussonville (derzeitiges Museum der Schönen Künste) und von Dänemark (im Nordwesten der Stadt, unterhalb des derzeitigen Cours Léopold).

Als jedoch Charles III. im Jahre 1559 die Macht des Herzogtums antritt, wohnen bereits ebenso viele Einwohner außerhalb wie innerhalb der Befestigungen.

Daraus ergeben sich ernsthafte Hygiene- und Sicherheitsprobleme. Zudem haben die Fortschritte in der damaligen Artillerie die Befestigungen der Städte ohnehin hinfällig gemacht.

Dieser militärische Aspekt ist eine Hauptbesorgnis von Charles III., als dieser beschließt, das Bewehrungskonzept der Stadt völlig neu zu überdenken.  In der Tat fürchtet er, die Unabhängigkeit von Nancy als Versammlungsort der Katholischen Liga würde durch die Religionskriege bedroht. Daher beschließt Charles III., südlich von der mittelalterlichen Stadt eine Neustadt ("Ville Neuve") zu planen, die von einer neuen, ebenfalls die Altstadt ('Ville Vieille") umschließenden Befestigung geschützt würde. 

Das Bauvorhaben "Neustadt" — ein dantesches Projekt

Nach und nach kristallisiert sich der Plan der Neustadt heraus und passt sich an die Gegebenheiten an. Der Prozess beginnt mit einer Erhebung von Grund und Boden, um die Einmessung der zukünftigen Stadterweiterung zu planen. Dann werden die Grundstücke erworben und die Bewohner werden auf ihnen zugewiesene neue Parzellen umgesiedelt. Doch vom Gedanken zur Konkretisierung verstreichen 30 Jahre, so dass die Neustadt erst gegen 1590 fertiggestellt wird.

Nach Anlauf des Baus werden acht zusätzliche Bastionen errichtet, um die Stadt zu schützen. Die Bastionen sind miteinander durch Schildmauern verbunden. Die Straßen sind rechtwinklig angelegt, was typisch ist für den Renaissance-Stil, wobei die größten Straßen zu den Stadttoren führen: dem Tor Porte Saint-Jean im Westen, Saint-Nicolas im Süden und Saint-Georges im Osten. Die Neustadt beherbergt ebenfalls ein Kanoniker-Viertel im Osten (das Viertel um den derzeitigen Dom) als Sitz des Primaten, eines hohen kirchlichen Würdenträgers. 

Nördlich von Nancy werden die Befestigungen ebenfalls modernisiert und mit der Schaffung des Stadttors Porte de Notre-Dame und zweier Bastionen um das Stadttor Porte de la Craffe (Karte) zusätzlich bewehrt. Hierzu muss zunächst das Dorf Saint-Dizier abgerissen werden, dessen Bevölkerung in die neuen Stadtteile und eine gleichnamige Straße umgesiedelt wurden. Letztere bildet im Übrigen mit der Rue des Moulins (die heutigen Straßennamen lauten Rue Saint-Georges und Rue Saint-Jean) und dem Vorort Faubourg Saint-Nicolas, der seit jeher Metz mit Saint-Nicolas de Port verbindet, das Rückgrat der Neustadt "Ville Neuve". Rund um diese Hauptverkehrsachsen lassen sich die Handwerker nieder, aber auch städtische und kirchliche Einrichtungen wie der Marktplatz, das Krankenhaus usw. Damit bildet sich ein aktives und modernes Stadtzentrum, während die Altstadt "Ville Vieille" Sitz der herzoglichen Bediensteten bleibt.

Während Nancy zu Beginn des 16. Jahrhunderts mit nur 15 Hektar Fläche sehr klein war, erstreckte sich die befestigte Stadt zu Zeiten von Herzog Henri II. von Lothringen gegen 1608 bereits über 70 Hektar. Dazu zählte eine dynamische Neustadt, die Charles III. auf den von René II. und Christina von Dänemark initiierten "fruchtbaren" Bauvorhaben errichten ließ. Man braucht sich lediglich ein umfangreiches Projekt vorzustellen wie die Vervierfachung der Stadtfläche des heutigen Nancy, um sich das Ausmaß der damaligen Herausforderung zu veranschaulichen.

Zu Zeiten von Herzog Charles III. war Nancy in ganz Europa für seine Städtebauprojekte berühmt.

 
 
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Gute Tipps

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  • Place Stanislas

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  • Museen

    Wichtiger Hinweis: Der Eintritt zu den Museen ist jeweils am ersten Sonntag des Monats frei.

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